BWI Ausgabe 02/2026

Vom Problemstandort zum Feuchtbiotop Gartenberatung vom Verband Wohneigentum e.V. rung können flache Senken optisch in die Gartengestaltung integriert werden, um anfallendes Regenwasser zu sammeln und langsam zu versickern. So entwickeln sich feuchte Zonen, die sich im Jahresverlauf dynamisch verändern. Eine zentrale Rolle spielt dabei die passende Bepflanzung: Während viele klassische Gartenpflanzen auf dauerhaft feuchten Böden nicht zurechtkommen, gibt es eine Reihe robuster Arten, die an diese Bedingungen perfekt angepasst sind. Wichtig bei der Bepflanzung ist hierbei die Unterscheidung von Sohl- und Böschungsbereich und Senkenkrone. Im Sohlbereich der SenI n vielen Gärten gibt es Bereiche, in denen sich nach Regenfällen Wasser sammelt oder der Boden dauerhaft feucht bleibt. Solche Stellen werden häufig als „Problemstandorte“ wahrgenommen, die möglichst schnell trockengelegt oder technisch verbessert werden sollen. Dabei wird leicht übersehen, dass genau diese Flächen ein großes Potenzial für eine naturnahe und mikroklimaverbessernde Gartengestaltung bieten. Feuchte Senken oder Bereiche mit höherem Wasserstand ergeben sich im eigenen Garten häufig durch natürliche Standortunterschiede. Gerade im Zuge zunehmender Wetterextreme mit längeren Trockenphasen und intensiven Niederschlägen gewinnen sie an Bedeutung. Natürliche Mulden und feuchte Senken können Wasser aufnehmen, speichern und zeitverzögert wieder abgeben. Damit tragen sie dazu bei, den Wasserhaushalt im Garten zu stabilisieren und extreme Witterungseinflüsse abzufedern. Den Standort nutzen statt verändern Statt solche Bereiche technisch zu entwässern, lohnt es sich, die vorhandenen Bedingungen gestalterisch zu nutzen. Durch eine leichte FlächenmodellieWer feuchte Gartenecken nicht als Störung, sondern als Chance begreift, gewinnt einen ökologisch wertvollen Bereich hinzu. Foto: Unsplash/Wenzy Wong 50 Outdoor & Garten

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