BWI Ausgabe 03/2026

Viele Eigentümer:innen, die ihr Haus energetisch modernisieren möchten, stehen zunächst vor einer grundlegenden Frage: Welche Maßnahme bringt den größten Effekt – und womit sollte man beginnen? Häufig richtet sich der Blick dabei auf die Heizung. Fachlich sinnvoll ist aber meist ein anderer Schritt. Alte Fenster gehören zu den Bauteilen, über die besonders viel Energie verloren gehen kann. Sind sie veraltet oder undicht, entweicht Wärme unkontrolliert nach außen – unabhängig davon, wie effizient die Heizungsanlage arbeitet. „Solange Wärmeverluste über alte Fenster bestehen, lässt sich der Energieverbrauch nur begrenzt senken“, erklärt Ulf Schneider von Rehau Window Solutions. Deshalb empfiehlt es sich, den Zustand der Fenster frühzeitig zu prüfen und gegebenenfalls zu erneuern, bevor in neue Technik investiert wird. Warum der Fenstertausch den größten Hebel hat Moderne Fenster reduzieren Wärmeverluste deutlich und wirken sich direkt auf den Energiebedarf eines Gebäudes aus. Der Effekt zeigt sich nicht nur in niedrigeren Heizkosten, sondern auch turierte Planung entscheidend. Eine Bestandsaufnahme durch eine:n Energieberater:in hilft, den energetischen Zustand realistisch zu bewerten und den Fenstertausch richtig einzuordnen. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf Förderprogramme: Staatliche Angebote, etwa von KfW oder BAFA, unterstützen energetische Sanierungen und können auch den Austausch von Fenstern einschließen. Wer bei der Modernisierung mit dem Fenstertausch beginnt, schafft eine solide Basis für alle weiteren Maßnahmen. Neben sinkenden Energiekosten steigen Wohnkomfort und Gebäudewert. Gleichzeitig trägt der geringere Energieverbrauch zu einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei – und macht die Sanierung zu einer nachhaltigen Investition in die Zukunft des eigenen Hauses. Quelle: djd im Wohnalltag: Zugluft nimmt ab, Oberflächen bleiben wärmer, und Temperaturunterschiede zwischen einzelnen Räumen verringern sich. Gleichzeitig sorgen zeitgemäße Verglasungen dafür, dass sich Innenräume im Sommer weniger stark aufheizen. Zur ersten Einschätzung des möglichen Effekts können Online‑Rechner genutzt werden, etwa unter windowcalculator.rehau.com/de. Bessere Grundlage für weitere Maßnahmen Sinkt der Wärmebedarf des Hauses durch neue Fenster, kann die Heizungsanlage im Anschluss genauer ausgelegt werden – häufig reicht dann eine geringere Leistung aus. Das kann Investitionskosten reduzieren und erleichtert die weitere Planung. Damit die einzelnen Schritte sinnvoll ineinandergreifen, ist eine strukZuerst die Fenster, dann die Heizung Warum eine Sanierung meist nicht mit der Heiztechnik beginnen sollte Bei den derzeitigen Energiepreisen lohnt es sich, in moderne und dichte Fenster zu investieren. Die Sanierung eines Hauses sollte im Voraus gründlich geplant werden. Fotos: DJD/Rehau 30 Energiesparen

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