BWI Ausgabe 03/2026

Kennzahlen auf einen Blick Gebäude 221 Wohnungen, über 400 Bewohner, 10 Etagen BHKW-Modell ASV 40 Leistung bis 40 kW elektrisch und 85 kW thermisch Inbetriebnahme 21. November 2017 Erzeugter Strom 1.884.179 kWh Erzeugte Wärme 3.877.663 kWh Gesamte Energieerzeugung 5.761.842 kWh Anschaffung und Vollwartung bis zum Stichtag 120.811,95 Euro Hochgerechnete Fördermittel und Steuerentlastungen 106.471,73 Euro Rechnerischer Energiekostenvorteil rund 298.800 Euro Technischer Kostenanteil rund 2,10 ct/kWh zuzüglich Brennstoff Sichere Zukunft für BHWK: KWK als Option beim Heizungstausch im GModG Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) schafft klare Rahmenbedingungen für den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK): Hocheffiziente KWK-Anlagen können beim Austausch einer Heizungsanlage weiterhin eingesetzt werden. KWK-Anlagen lassen sich zudem mit anderen Heiztechnologien kombinieren, zum Beispiel mit Wärmepumpen, Solarthermie, Biomasseanlagen oder Wärmenetzen. Welche Anforderungen erfüllt werden müssen, hängt von der jeweiligen Lösung ab. Außerdem ermöglicht das Gesetz die gemeinsame Wärme- oder Kälteversorgung mehrerer benachbarter Gebäude. Für Wohnungsunternehmen, Eigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften eröffnet das Gesetz damit verschiedene Möglichkeiten für passgenaue Energiekonzepte. Wichtig sind eine sorgfältige Planung, eine hohe Energieeffizienz sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Die Energiewerkstatt unterstützt bei der technischen und wirtschaftlichen Bewertung geeigneter Versorgungslösungen. in die Luft heben, gesichert durch vier zusätzliche Tragseile mit jeweils 1.000 Kilogramm Tragfähigkeit. Zwei Servicemitarbeiter nahmen das Aggregat auf dem Dach in Empfang und koordinierten den Einbau per Funk mit dem Kranführer. Dank der kompakten Bauweise des ASV 40 ließ sich die Installation bei weitgehend ungestörtem Wohnbetrieb umsetzen. Kalkulierbare Kosten, messbarer Nutzen Bis Ende August 2026 erzeugte das ASV 40 insgesamt 1.884.179 Kilowattstunden Strom und 3.877.663 Kilowattstunden Wärme. Damit stellte die Anlage innerhalb von knapp neun Jahren rund 5,76 Millionen Kilowattstunden nutzbare Energie direkt am Standort bereit. Die langjährige Betriebsbilanz dokumentiert die hohe Auslastung und die dauerhafte Leistungsfähigkeit des ASV40. Für die Anschaffung des BHKW und die Vollwartung fielen bis zum Stichtag insgesamt 120.811,95 Euro an. Die hochgerechneten Fördermittel und Steuerentlastungen belaufen sich auf 106.471,73 Euro. Sie entsprechen damit rechnerisch rund 88 Prozent der bis dahin angefallenen Anschaffungs- und Vollwartungskosten. Verteilt auf die gesamte erzeugte Strom- und Wärmemenge ergibt sich ein technischer Kostenanteil von rund 2,10 Cent je Kilowattstunde. Hinzu kommen die Kosten für den Brennstoff. Die Vergleichsrechnung basiert auf Preisannahmen für den Strombezug von 27,45 Cent je Kilowattstunde, für die Wärmebereitstellung von 12,30 Cent je Kilowattstunde und für den Gasbezug von 9,62 Cent je Kilowattstunde. „Unter diesen Annahmen ergibt sich bis zum Stichtag ein Energiekostenvorteil von rund 298.800 Euro. Von diesem erstaunlichen Ergebnis profitieren sowohl Anwohnende als auch die Betreibergesellschaft – und das auch weiterhin. rk INFORMATION www.energiewerkstatt.de Datenstand: 26. August 2026. Die Angaben zu Fördermitteln, Steuerentlastungen und Energiekostenvorteilen beruhen teilweise auf Hochrechnungen und den erläuterten Preisannahmen. Fotos: Energiewerkstatt herbst 2026 43

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