Seit 2018 bist du Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mittelweser. Seither hat sich so einiges verändert, wie es scheint … Ja, als ich angefangen habe, waren wir ein Team von drei Personen. Seitdem sind wir deutlich gewachsen – auch dank der Unterstützung des Landkreises, der Kommunen und des Landrats. Aktuell sind wir ein Team mit 17 Mitarbeitenden in der Klimaschutzagentur und Klimaschutzgesellschaft. Wichtig war und ist es uns aber immer: Wir wollen als Klimaschutzagentur und als Team effizient bleiben und nicht um jeden Preis wachsen. Wie ist euer Team aufgestellt? Unsere Mitarbeitenden kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen, viele von uns haben einen naturwissenschaftlichen Hintergrund. Das passt gut, denn Klimaschutz ist eine klassische Querschnittsaufgabe – da braucht es ganz unterschiedliche Kompetenzen. Unterstützt werden wir außerdem von den rund 90 Mitgliedern der Klimaschutzagentur, also vor allem regionale Unternehmen. Was sind eure Ziele? Inhaltlich setzen wir bewusst auf Umsetzung statt auf neue Strategiepapiere. Grundlage unserer Arbeit ist das Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2010. Ziel ist es, die darin formulierten Maßnahmen gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort praktisch voranzubringen. Es geht also nicht nur darum, weitere Konzepte zu entwickeln, sondern ins Handeln zu kommen. Zu unseren übergeordneten Zielen gehören die Einwerbung von Fördermitteln, der Ausbau der Reichweite und die Verstetigung bestehender Angebote. In der Kommunikation setzen wir bewusst auf positive Anreize: Statt mit Verboten oder erhobenem Zeigefinger zu argumentieren, zeigen wir lieber konkrete Chancen und Vorteile von Klimaschutz- und Effizienzmaßnahmen auf. Kannst du ein konkretes Beispiel dafür benennen? Ein Beispiel dafür ist die Transformationsberatung eines Unternehmens wie Fisch Otto aus Winzlar. Dort wurde durch unsere Beratung ein Großteil der Dachflächen mit Solarmodulen belegt. Diese positiven Erfahrungen mit uns führten dazu, dass Fisch Otto Interesse Taten statt Worte BWI im Gespräch mit Franziska Materne, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mittelweser in Nienburg Porträt Die Klimaschutzagentur Mittelweser e.V. hat sich seit 2012 als zentrale Anlaufstelle für unabhängige Beratung in den Bereichen energetische Gebäudemodernisierung und -sanierung, erneuerbare Energien, Energiesparen und Klimaschutz für Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen im Landkreis Nienburg/Weser etabliert. Unter der Führung von Franziska Materne, seit November 2018 an der Spitze, wurden bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte zur Senkung klimaschädlicher Emissionen umgesetzt und die Agentur sowie deren Beratungsangebot kontinuierlich weiterentwickelt. Verlagsleiter Michael Mohné, Chefredakteurin Regine Krüger mit Geschäftsführerin Franziska Materne beim Treffen im Mai. Fotos: Redaktion 12 Wohnen
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