Dachausbau richtig planen Wer das eigene Dach ausbauen will, sollte man zunächst den Gesamtzustand der Dachkonstruktion gut überprüfen. „Dazu zählen insbesondere Sparren, Pfetten, Lattung und die Eindeckung. Ebenso entscheidend ist das Alter des Dachs sowie die Frage nach seiner verbleibenden Lebensdauer“, erklärt Toni Geddert, ausgewiesener Dämmprofi sowie Geschäftsführer des Handwerksbetriebs K3 aus Hannover. Dabei variiert die Haltbarkeit der Eindeckung stark: Tonziegel können unter günstigen Bedingungen 50 bis 100 Jahre überdauern, während Betonsteine in der Regel eine geringere Lebensspanne aufweisen. „Gerade bei älteren Gebäuden aus den 1960er- bis 1980er-Jahren ist häufig absehbar, dass eine umfassende Dachsanierung in naher Zukunft erforderlich wird. In solchen Fällen ist es sinnvoll, alle Maßnahmen gebündelt durchzuführen“, so Geddert. Als Beispiel benennt er das Thema Dachflächenfenster: Werden diese heute neu eingesetzt, müssten sie bei einer späteren Neueindeckung wieder ausgebaut und angepasst werden. Das verursache unnötige Kosten. Deshalb sei hier eine abgestimmte Gesamtplanung besonders sinnvoll. Was Bauherren häufig unterschätzen Beim Dachausbau legen viele Bauherren großen Wert auf die optische Gestaltung, während technische Anforderungen häufig unterschätzt würden. Besonders oft betreffe das den sommerlichen Wärmeschutz sowie die Notwendigkeit einer funktionierenden Luftdichtungsebene auf der Innenseite, meist in Form einer Dampfbremse. „Gerade bei vermeintlich günstigen Angeboten wird an diesen entscheidenden Punkten gespart: Es fehlen sorgfältig ausgeführte Anschlüsse oder hochwertige Dämmstoffe“, sagt Luca Schwarz, ebenfalls K3-Geschäftsführer. Das luftdichte Verkleben der Anschlüsse erfordert Zeit, Präzision und Erfahrung – Kosten, die man nicht unmittelbar sehen kann, die aber langfristig über die Funktionstüchtigkeit entscheiden. Problematisch daran sei, dass diese Mängel im fertigen Gebäude nicht sichtbar seien. Welche Dämmung nutzen? Nahezu jede Dachkonstruktion lässt sich dämmen. Entscheidend ist jedoch der richtige Aufbau: Auf der Außenseite muss eine funktionierende Winddichtung vorhanden sein, auf der Innenseite eine luftdichte Ebene beziehungsweise Dampfbremse. „Wichtig sind weitere Faktoren, etwa das Feuchteverhalten des Materials sowie die Fähigkeit, einen guten sommerlichen Wärmeschutz zu gewährleisten“, sagt Dämmexperte Schwarz. Zudem kommen praktische Aspekte ins Spiel: Dämmstoffe müssen sich an unterschiedliche Sparrenabstände anpassen lassen. Insgesamt ist daher nicht ein einzelnes Material entscheidend, sondern das Zusammenspiel aller Komponenten im Dachaufbau. Warum Zustand, Timing und Ausführungsqualität über den Erfolg entscheiden Alte Speicherstraße 7 30453 Hannover Tel. 0511 / 169 94 22 info@k3-daemmservice.de www.k3-hannover.de Beide Dämmmethoden sind technisch ausgereift und können sehr gute Ergebnisse liefern. Die Wahl hängt vor allem von der baulichen Situation ab: Die Aufsparrendämmung wird in der Regel im Zuge einer Neueindeckung umgesetzt, da sie von außen aufgebracht wird. Die Zwischensparrendämmung bietet sich an, wenn die bestehende Dacheindeckung erhalten bleibt. Optimal ist die Kombination beider Verfahren. Eine solche mehrschichtige Dämmung verbessert die energetische Qualität des Dachs deutlich und reduziert Wärmeverluste am effektivsten. Voraussetzung ist allerdings, dass die Maßnahmen sinnvoll aufeinander abgestimmt sind. Aufsparrendämmung oder Zwischensparrendämmung? K3 Das luftdichte Verkleben der Anschlüsse erfordert Zeit, Präzision und Erfahrung durch Profis. Foto: K3 24 Wohnen
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