BWI Ausgabe 02/2026

Die Entscheidung für Viessmann-Technik war weniger projektbezogen als vielmehr historisch geprägt: Torsten Schneider arbeitet seit vielen Jahren mit dem Hersteller zusammen und greift dabei auf eingespielte Strukturen zurück. Auch den Service hat er über Viessmann organisiert – aufgrund von kurzen Reaktionszeiten und der großen Zuverlässigkeit im Betrieb. In Wohnungen selbst befinden sich lediglich die Heizkreisverteiler für die Fußbodenheizungen. Ihre Position ist bewusst gewählt: Da sie Wärme abgeben, befinden sie sich dort, wo der Wärmebedarf am höchsten ist: im Bad. Zentral gesteuert statt individuell geregelt Voraussetzung für die gewählte KfWFörderung für das Barsinghäuser Projekt war eine automatische Lüftungsanlage. Hier setzte Schneider auf klare Strukturen und plante und baute die Anlage selbst. Zum Einsatz kommen zwei zentrale kommen zwei mit Wärmerückgewinnung, deren gesamte Technik sich im Keller befindet. Wartungsarbeiten wie Filterwechsel erfolgen ausschließlich im Keller. Ein weiteres zentrales Thema betraf die Photovoltaik, denn in Niedersachsen besteht seit 2025 bei Neueindeckungen die Pflicht, mindestens 50 Prozent der Dachfläche entsprechend zu belegen. Schneider installierte insgesamt 84 Module à 405 Watt. Der Planer ordnete jeder Wohneinheit den Strom von drei Modulen zu – der erzeugte Strom wird den Mietern dabei ganz ohne Rechnung zur Verfügung gestellt. „So werden 30 Module direkt genutzt, was einer jährlichen Strommenge von etwa 1.200 Kilowattstunden pro Wohnung entspricht“, erklärt der Bauingenieur. „Die verbleibenden 54 Module speisen vollständig ins Netz ein. Das Projekt in Barsinghausen zeigt, wie sich ein historischer Gebäudebestand durch gezielte Planung und klare technische Konzepte an heutige Anforderungen anpassen lässt. Entscheidend sind dabei nicht nur bauliche Maßnahmen, sondern auch die strategische Nutzung von Förderprogrammen sowie eine konsequente Vereinfachung der Gebäudetechnik. rk Alle Fotos: Torsten Schneider

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