Gaskosten sind bei uns mittlerweile Geschichte. Mit dem Einzug der Wärmepumpe flog die Gastherme raus, doch ein treuer Begleiter durfte zunächst bleiben: unser Gasherd. Als die Heizung nicht mehr am Gas hing, fiel uns allerdings auf, wie teuer dieser kleine Restluxus eigentlich war: Über 30 Euro im Monat allein für die Anschlussgebühr plus Verbrauch für‘s Kochen kamen uns doch reichlich übertrieben vor. Wir fragten beim Energieversorger nach, ob sich am Preis noch etwas drehen ließe. Die verblüffende Antwort aus dem Callcenter: am besten kündigen. Zwar fanden sich bei Verivox günstigere Anbieter, doch eigentlich lag eine andere Lösung auf der Hand: Wenn wir schon beim Heizen auf Strom setzen, warum nicht auch beim Kochen? Im August zog deshalb ein Induktionsherd in unsere Küche – wir mögen Effizienz. Die Überraschung: Das Kochen geht damit mindestens genauso schnell wie mit Gas. Bewährungsprobe an Heiligabend Und eines muss man der Wärmepumpe lassen: Sie hat ihren Job hervorragend gemacht. Unser Altbau von 1947 wurde erstaunlich schnell warm und blieb den ganzen Winter über angenehm gemütlich. Nur einen einzigen Aussetzer hatte sie, und natürlich passierte der am 24. Dezember, also genau dann, wenn man lieber Geschenke auspackt als den Notdienst anruft. Wir begannen mit der Fehlersuche. Das Internet empfahl uns zunächst, die Wärmepumpe komplett neu zu starten. Ein guter Plan, wenn man denn weiß, wo sich der Ein-/Aus-Schalter befindet. Nach einer ausgedehnten Analogrecherche zwischen Rohren, Kabeln und Bedienungsanleitungen kapitulierten wir und trennten kurzerhand die Stromversorgung. Das half. Die Wärmepumpe startete neu, die Räume wurden warm, Weihnachten war gerettet. Statt mit dicken Wolldecken auf dem Sofa verbrachten wir die Feiertage entspannt im Warmen. Von Wohlfühltemperaturen bis Wartungskosten A propos Weihnachten: Unsere Tochter kam zum Jahreswechsel auf Heimaturlaub. Auch im tiefsten Winter läuft sie am liebsten im T-Shirt durchs Leben, sodass wir die Wärmepumpe in diesen zwei Wochen aufs Maximum stellten. Wir rechneten dabei mit einem explosionsartigen Anstieg des Stromverbrauchs und einer entsprechenden Nachzahlung. Inzwischen wissen wir: Heizen mit der Wärmepumpe ist gar nicht so teuer, wir können dem diesjährigen Weihnachtsfest gelassen entgegensehen. Verschweigen wollen wir auch eine weniger erfreuliche Seite nicht. Die Wartung einer Wärmepumpe ist aufwändiger als die einer Gastherme und schlägt entsprechend höher zu Buche, in unserem Fall waren das knapp 400 Euro. Das ist kein Drama, gehört aber zur Wahrheit dazu. Schließlich spricht man beim Heizungstausch gern über sinkende Energiekosten, deutlich seltener jedoch über die neuen Nebenkosten. rk INFORMATION www.hagen-energiesysteme.de Das Hagen-Team bei der Montage und dem Anschluss der Wärmepumpen- Innengeräte im Heizungskeller. Foto: Redaktion Woltorfer Str. 77 C • 31224 Peine 05171 45 79 970 • info@hagen-energiesysteme.de herbst 2026 37
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