BWI Ausgabe 03/2026

Lebenssituation und den persönlichen Zielen passt. Eine individuelle Beratung schafft hier die notwendige Sicherheit. Wie hoch sollte der Eigenkapitalanteil sein? Grundsätzlich gilt: Je mehr Eigenkapital eingebracht wird, desto günstiger sind in der Regel die Finanzierungskonditionen. Empfehlenswert ist, mindestens die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital zu finanzieren – idealerweise zusätzlich 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises. Gleichzeitig sollte ausreichend Liquidität als finanzielle Reserve erhalten bleiben, damit unerwartete Ausgaben nicht zur Belastung werden. Wie lautet Ihr Tipp für Menschen, die in den nächsten zwölf Monaten eine Immobilie finanzieren möchten? Mein Tipp ist, die Finanzierung frühzeitig zu planen und sich rechtzeitig beraten zu lassen. Wer die eigenen finanziellen Möglichkeiten kennt und bereits eine Finanzierungsbestätigung in der Hand hat, kann bei attraktiven Immobilien schnell und sicher handeln. Jörg Bettenhausen Verkaufsleiter, Wüstenrot Langenhagen Worauf sollten Bauleute derzeit bei einer Baufinanzierung achten? Bau- und Kaufinteressierte sollten aktuell vor allem auf eine langfristig tragfähige Finanzierung achten. Entscheidend ist nicht nur die Höhe des Zinssatzes, sondern die gesamte Finanzierungsstruktur. Eine ausreichend lange Zinsbindung schafft Planungssicherheit und schützt vor möglichen Zinssteigerungen nach Ablauf der ersten Sollzinsbindung. Ebenso wichtig ist eine realistische Haushaltsrechnung. Neben der monatlichen Rate sollten auch Rücklagen für Instandhaltung, Modernisierung, Energiekosten sowie unvorhergesehene Ausgaben berücksichtigt werden. Gerade bei Bestandsimmobilien empfiehlt sich eine sorgfältige Prüfung möglicher energetischer Sanierungsmaßnahmen und deren Finanzierung. Außerdem lohnt es sich, Fördermöglichkeiten von Bund, Ländern und Förderbanken frühzeitig zu prüfen, da diese die Gesamtfinanzierung spürbar verbessern können. Wie hoch sollte der Eigenkapitalanteil sein? Grundsätzlich empfehlen wir, mindestens die Kaufnebenkosten aus Eigenmitteln zu finanzieren. Dazu gehören insbesondere Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls Maklerkosten. Idealerweise liegt der Eigenkapitalanteil zwischen 20 und 30 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens. Dadurch verbessern sich in der Regel die Finanzierungskonditionen, und die monatliche Belastung bleibt überschaubar. Wichtig ist jedoch: Eine Immobilienfinanzierung muss immer zur individuellen Lebenssituation passen. Auch Finanzierungen mit geringerem Eigenkapitalanteil können sinnvoll sein, wenn Einkommen, berufliche Perspektiven und langfristige Tragfähigkeit stimmen. Wie lautet Ihr Tipp für Menschen, die in den nächsten zwölf Monaten eine Immobilie finanzieren möchten? Mein wichtigster Rat lautet: Gut vorbereiten und frühzeitig beraten lassen. Wer seine Finanzierung rechtzeitig plant, kennt sein Budget, kann Chancen am Markt schneller nutzen und trifft Entscheidungen mit größerer Sicherheit. Darüber hinaus sollten Kaufinteressierte nicht ausschließlich auf den Kaufpreis achten. Lage, energetischer Zustand, zukünftige Modernisierungskosten und die langfristige Nutzbarkeit der Immobilie sind mindestens genauso wichtig wie der Preis selbst. Eine Immobilie ist in der Regel eine Entscheidung für viele Jahre. Deshalb zahlt sich eine sorgfältige Planung fast immer aus! Sabrina Stieler Regionsleiterin Unternehmerkunden Hannover, Commerzbank Worauf sollten Bauleute derzeit bei einer Baufinanzierung achten? Gerade jetzt kann ein guter Zeitpunkt sein, den Wunsch nach Wohneigentum konkret anzugehen. Steigende ImmoFoto: AdobeStock/DanBu.Berlin Foto: privat Foto: privat 46 Baufinanzierung Spezial

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